Aktuelles

Im Sinne eines offenen Meinungsaustausches veröffentlichen wir hier die aktuellen Entwicklungen rund um die Ulrichskirche. Wir erlauben uns, ausgewählte gegenteilige Meinungen zu kommentieren. Wir bitten darum, antichristliche und antireligiöse Argumentationen zu unterlassen. Der Vorstand des Kuratoriums Ulrichskirche e.V.

 
22.04.14

20:45 Uhr: MDR-TV-Doku, u.a. mit Interviews und Videomontagen zur Ulrichskirche




Der Osten - Entdecke wo du lebst
Ein Hauch von Moskau in Magdeburg – Die Stalinbauten
Ein Film von Dirk Schneider

Magdeburgs Mitte ist nicht wirklich der Alte Markt oder der Domplatz. Es ist ein früherer Aufmarschplatz für 150.000 Menschen, der sogenannte "Zentrale Platz" an der ehemaligen "Wilhelm-Pieck-Allee". Heute lockt hier ein grüner Park mit Brunnen und Plastiken. Drumherum stehen repräsentative Bauten, stattliche Wohnpaläste aus der Stalinzeit. "Der Osten"-Presenter Axel Bulthaupt ist beindruckt. Die Häuser aus den Anfangszeiten der DDR zeigen sich in der Frühjahrssonne in voller Pracht: helle Farben, Säulenverziert, die Eingänge geschmückt mit steinernen Gravuren, wunderschöne Loggien – ein Hauch von Moskau, mitten in Magdeburg.

Doch diese Bauten erinnern auch an eine bisher nicht erzählte Geschichte: Nach dem furchtbaren Bombardement im Januar 1945 war Magdeburg nur noch eine Trümmerwüste, nichts war geblieben vom Glanz einer der schönsten Altstädte Deutschlands. Die Elbestädter aber ließen sich nicht unterkriegen und entwarfen eine neue Stadt. Die Entwürfe allerdings fanden in Berlin wenig Anklang. Walter Ulbricht persönlich bemängelte, dass den Magdeburgern der Sinn für die "16 Grundsätze der sozialistischen Großstadt" fehle, vor allem ein zentraler Platz, auf dem "150.000 Menschen 2 bis 3 Stunden" an einer Tribüne vorbeiströmen können – flankiert von repräsentativen Großbauten.

Da war kein Platz mehr für die zweitälteste Kirche Magdeburgs, die über 1.000 Jahre alte Ulrichskirche. 1956 wurde sie gesprengt. Damit war Platz für die großen Wohnpaläste der Stalinzeit – eine Mischung aus Kitsch, Komfort und Klassizismus. Wohnungen mit Parkett, Fernwärme, außergewöhnlichen Grundrissen und sogar mit Aufzügen – nie wieder ist in der DDR so aufwendig gebaut worden. 

Axel Bulthaupt ist auf dem "Zentralen Platz" der Ulbricht-Zeit unterwegs. Er erzählt die Geschichte von Menschen, die in Magdeburgs Mitte leben, die stolz ihre Wohnungen im Stalinpalast zeigen und heute für den Wiederaufbau der Ulrichskirche werben. Er schaut auch auf das alte Magdeburg und erzählt von Opfern des Naziregimes, die es nicht ertragen können, dass der Kirche gedacht wird.

 
17.04.14

Leserbriefdebatte in der Magdeburger Volksstimme

 
12.04.14

Interview mit MDR Figaro

Am 03. April trafen sich Uwe Thal und Jörg Schenke zu einem Interview mit dem MDR FIGARO-Autor Siegfried Stadler. Er recherchierte zum Thema Magdeburger Kirchen und produziert einen Beitrag, der am 12. und 13. April auf Radio MDR FIGARO gesendet wird.

MDR FIGARO-Autor Siegfried Stadler und Uwe Thal, erster stellv. Vorsitzender des Kuratoriums Ulrichskirche, im Gespräch.

Hier können Sie den Radiobeitrag anhören:

Bitte hier clicken:

http://www.mdr.de/mediathek/infothek/audio828466.html

 
07.04.14

Die Magdeburger Volksstimme berichtet

 
05.04.14

Gedenkfeier zur Sprengung der Ulrichskirche mit Expertenvortrag am Modell


Mehr als 40 Mitglieder und Freunde waren am 05. April der Einladung gefolgt, um gemeinsam der Sprengung der Ulrichskirche zu gedenken. Der erste stellv. Vorsitzende, Uwe Thal, begrüßte die Anwesenden mit herzlichen und sehr persönlichen Worten. Im Anschluss zeigte unser Mitglied, Archäologe Reiner Kuhn, anschaulich und wirklich eindrucksvoll, was Stadt- und Kirchenarchäologie geleistet haben, um Stück für Stück Perioden unserer Magdeburger Stadtgeschichte zu entschlüsseln, die bislang im Untergrund verborgen lagen. Alle Anwesenden waren sich einig, wie wichtig Suchschachtungen und die teilweise Freilegung der Fundamente der Ulrichskiche für die Geschichtsforschung sind. Mit einem gemeinsamen Picknick ging das Treffen am Bronzemodell der Ulrichskirche gegen 18 Uhr zu Ende. Ein Mitschnitt der Veranstaltung wird demnächst auf der Internetseite zu sehen sein.

Einladung zur Veranstaltung:

Liebe Mitglieder, liebe Freunde,

in wenigen Tagen, am 5. April, jährt sich zum 58. Mal die Sprengung der Ulrichskirche. Im Gedenken an diese Bilderstürmerei wollen wir miteinander den Nachmittag verbringen - würdig und interessant zugleich. Um 16 Uhr treffen wir uns am Modell der Ulrichskirche am Café Alex. Uwe Thal, 1. stellv. Vereinsvorsitzender, wird die einleitenden Worte sprechen und alle Gäste begrüßen. Im Anschluss gewährt uns Archäologe und Vereinsmitglied Rainer Kuhn interessante Einblicke in die Stadtarchäologie. Ein Thema, das gerade in den letzten Monaten wieder einmal – dank unseres Kuratoriums – Magdeburg bewegte. Er und sein Team waren es, die im Dom den Sarkophag mit den Gebeinen der Königin Editha entdeckten. Vor Ort wird er der Frage nachgehen: Was kann Stadtarchäologie leisten? Es wird also spannend auf dem Ulrichplatz. Wie immer! Wir laden Sie herzlich ein, am 5. April dabei zu sein! Bringen Sie auch Freunde und Verwandte mit! Lassen Sie uns bei schönem Wetter den Nachmittag dann mit einem kleinen Picknick beschließen. Jeder bringt dazu einfach im Korb mit, was er mag - Kuchen und Wein, Kaffee und Kekse.

Herzliche Grüße Kuratorium Ulrichskirche e.V. – Der Vorstand

Einladung downloaden hier clicken!

 


Ansprache Uwe Thal, 1. Stellvertretender Vorsitzender:

"Sehr herzlich darf ich Sie alle begrüßen!

Schön ist es, dass Sie sich aufgemacht haben, um dem Gedenken an die Sprengung der Ulrichskirche vor 58 Jahren beizuwohnen. Seit einigen Jahren ist es zu einer guten Tradition geworden, dass wir uns im Verlaufe einer Jahres der Ulrichskirche öffentlich erinnern und uns an Tagen zusammenfinden, die es wert sind, ihrer nicht nur zu gedenken sondern vielmehr gemeinsam Zeugnis darüber abzulegen, was uns gegenwärtig und zukünftig bewegt. Der heutige Tag ist einer davon. Leider ein Anlass, der zunächst wenig ermutigend wirkt.

Bei dem Wiederaufbau der Stadt nach 1945, der im Sinne der neuen, nunmehr vorherrschenden Ideologie des Sozialismus bewusst mit der bisherigen Stadtgestaltung brach, wurde die Ulrichskirche als störendes Element empfunden und am 5. April 1956 gesprengt, obwohl ein Wiederaufbau in Kosten und Aufwand der Sprengung gleichgekommen wäre. Damit verlor Magdeburg ein Gebäude, welches Stadtbild und Stadtgeschichte ganz wesentlich mitgeprägt hatte. Sieben weitere Kirchen unserer Stadt ereilte in der Folge dasselbe Schicksal. Zurück blieb damals eine eher unscheinbare Grünfläche. Zum Glück, müssen wir heute feststellen. Wäre der städtebauliche Größenwahnsinn nicht Ende 50er Jahre durch eine erste Wirtschaftskrise in der DDR gestoppt worden, würden wir heute auf einem in Stein zementierten Aufmarschplatz, der Raum für 30 bis 40000 Menschen bieten sollte und vor einem turmgekrönten Rathaus stehen; an der Stelle, wo sich hinter uns das Ulrichhaus befindet. Es fehlte also schlichtweg das Geld, um im Stil der den Platz heute umgebenen Architektur weiterzubauen. Dennoch dürfen wir niemals geringschätzen, was nach 1945 für den Wiederaufbau unserer Stadt geleistet wurde. Es war ein großes und gemeinschaftliches Aufbauwerk. Wir müssen es, um es überhaupt angemessen würdigen zu können, von dem ideologischen Ballast befreien, welcher diesen Bauten aufgebürdet wurde und wird.

Gestatten Sie mir an dieser Stelle ein persönliches Wort: Meine Familie ist seit nahezu 150 Jahren in Magdeburg ansässig. 1945 bedeutete eine große Zäsur, nicht nur für uns sondern für alle Magdeburger, die ihre Stadt lieben und verehren. Ich vertrete die Meinung, dass die mit dem Krieg verbundenen individuellen aber vor allem auch kulturellen Verluste bis heute nicht überwunden sind. Mein Großonkel war zu dieser Zeit als Leiter des Neuaufbauamtes maßgeblich für die Organisation des Wiederaufbaus der Stadt verantwortlich. 1952, nachdem er zuvor als Direktor der heutigen Magdeburger Verkehrsbetriebe berufen wurde und die Reorganisation des Betriebs der traditionsreichen Straßenbahn verantwortete, hat er die damalige DDR verlassen müssen. Er tat dies schweren Herzens, blieb jedoch immer ein treuer Magdeburger bis zum Ende seines Lebens.  Was ich damit ausdrücken möchte ist: Dieser unselige Krieg hat allen große Opfer abverlangt. Damals ging es um das blanke Überleben. Aus heutiger Sicht mag das alles unwirklich erscheinen. Umso mehr geht es jetzt darum, die historische Wahrheit, das gemeinschaftliche Erleben mit den Augen unserer Vorfahren zu betrachten. Und, wir dürfen uns nicht – damals wie heute – von Ideologien korrumpieren lassen.

Wenn wir an dieser Stelle der Sprengung der Ulrichskirche erinnern, sind deshalb jegliche Schuldzuweisungen an die Verantwortlichen nicht nur überflüssig sondern auch unangebracht. So wie wir heute dazu beitragen wollen unsere Stadt mitzugestalten, haben es Generationen vor uns getan. Geschichte ist kompromisslos; Mahnung und Erinnerung allerdings nötig und wesentlich. Nur der erhobene Zeigefinger möge gesenkt werden. Im Mittelpunkt stehen immer der Mensch und sein Schicksal. Wir müssen uns davon befreien, den möglichen Wiederaufbau der Ulrichskirche in einem Licht permanenter und uns gegenseitig – sowohl Gegner als auch Befürworter betreffend – aufreibender Auseinandersetzungen zu sehen. Es liegt uns fern, einem verlorenen Stadtbild nachzutrauern. Es ist aber möglich, einen Schatz zu entdecken. Etwas, was uns anregen kann neugierig darauf zu werden, was uns erwartet und letztlich daran erinnert, woher wir kommen.

"Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben." So steht es geschrieben in der Bibel, im 1. Brief des Paulus an die Korinther. Das sollte uns Hoffnung geben, Vertrauen bei all denen gewinnen zu können, die bereit sind unserer Stadt zum Besten zu dienen.

Liebe Freunde: Ulrichskirche lebt und bewegt!"

 
26.03.14

Erklärung zu Suchschachtungen: Hintergründe und Ausblick

Das Kuratorium Ulrichskirche e.V. stellte am 27.07.13 einen Antrag bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zur Förderung einer Suchschachtung und für die in der weiteren Folge ggf. in Erwägung zu ziehende Freilegung von Teilen der Fundamente und Unterkirche der Ulrichskirche. Vor wenigen Tagen teilte die Stiftung uns mit, dass dem Antrag mangels zur Verfügung stehender finanzieller Mittel leider nicht entsprochen werden kann. Zitat aus dem Bescheid:

„Für das Auswahlverfahren zu unserem Förderprogramm für das Jahr 2014 haben uns zahlreiche und gut vorbereitete Förderanträge erreicht. Auch in diesem Jahr dürfen wir Einnahmen in Höhe der Vorjahre erwarten … Dennoch reichen die … erzielten Einnahmen nicht aus, um allen notwendigen Sanierungen und wünschenswerten Restaurierungen einen Zuschuss zu gewähren … in den zurückliegenden Wochen haben unsere Gremien intensiv geprüft und engagiert um jedes Votum gerungen … Ihr diesjähriges Projekt ist zwar auf Interesse gestoßen, aber aus vorgenannten Gründen können wir Ihren Förderantrag leider nicht berücksichtigen.“

Damit sei grundsätzlich klargestellt, dass unser Antrag förderfähig gewesen ist, jedoch daran scheiterte, dass bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz einfach nicht genug finanzielle Mittel zur Verfügung standen, um das Vorhaben zu unterstützen. Das sollte uns Hoffnung geben, unser Vorhaben weiter verfolgen zu dürfen.

Ein interfraktioneller Antrag der Stadtratsfraktionen der CDU/BfM, FDP und Grünen hatte unseren Förderantrag seit Ende letzten Jahres begleitet. Eine Entscheidung des Stadtrats war bereits im Dezember 2013 erwartet worden. Der Antrag wurde jedoch zur weiteren Beratung in diverse Ausschüsse verwiesen. Die dann ursprünglich für den 20.02.14 geplante Behandlung des Antrags im Stadtrat ist um einen Monat, auf den 20.03.14 vertagt worden. Damit war es dem Kuratorium Ulrichskirche e.V. nicht mehr möglich, rechtzeitig auf eine Forderung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zu reagieren, welche den Nachweis darüber betraf, dass eine Zustimmung des Grundstückseigentümers - also der Stadt Magdeburg - vor der Entscheidungsfindung zur Fördermittelvergabe erforderlich ist. Nachdem nun spätestens seit dem 14.03.14 nicht mehr mit einer Förderung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gerechnet werden konnte, war die Rücknahme dieses Antrages nur folgerichtig.

Das Kuratorium prüft nun, für welche Förderprogramme es sich für das Jahr 2015 bewerben kann. Wir versichern, Förderanträge, die einer Unterstützung des Stadtrats bedürfen, auf Basis der gegebenen demokratischen Grundsätzen zu stellen, damit Missverständnisse von vornherein ausgeschlossen werden. Dennoch war es grundsätzlich notwendig, einen derartigen Antrag in den Stadtrat einzubringen. Wie bereits in der Erklärung des Kuratoriums vom 16.02.14 festgestellt, konnte angesichts des Votums durch den Bürgerentscheid von 2011, eine Grundlage für Verwaltungsentscheidungen, die im Zusammenhang mit der von uns vorgeschlagenen Untersuchungen erforderlich sind, nur durch einen entsprechenden Stadtratsbeschluss herbeigeführt werden. Daran halten wir weiter fest und machen aber an dieser Stelle zugleich nochmals deutlich, dass die damals durch die Bürger der Stadt Magdeburg getroffene Entscheidung keinesfalls, wie uns jetzt unterstellt wurde, unterwandert werden sollte.

 
21.03.14

Die Magdeburger Volksstimme berichtet

 
20.03.14

Abstimmung im Magdeburger Stadtrat über Unterstützung/Ablehnung von Suchschachtungen

Wichtige Entscheidung im Rat, ob Suchschachtungen auf dem Ulrichplatz unterstützt oder abgelehnt werden. Kann das Kulturdenkmal Unterkirche der Magdeburger Ulrichskirche wissenschaftlich untersucht und den Bürgern sichtbar gemacht werden, oder wird dieses verhindert? Zur Abstimmung stehen die folgenden beiden Anträge:

Antrag A0129/13 "Unterstützung Suchschachtung Ulrichskirche" von CDU/BfM, Bündnis 90/Die Grünen und FDP:

"Der Stadtrat möge beschließen: Der Stadtrat der Landeshauptstadt Magdeburg unterstützt das Anliegen des Kuratoriums Ulrichskirche e.V., eine Suchschachtung zur teilweisen Freilegung der Fundamente und der Unterkirche der Ulrichskirche, inkl. Restaurierung/Konservierung der entsprechenden Funde, durchzuführen. Zur weiteren Beförderung des entsprechenden Fördermittelantrages bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz werden durch die Stadtratsvorsitzende und den Oberbürgermeister passende Unterstützungsschreiben verfasst und versendet."

Antrag A0129/13/1 "Ablehnung Suchschachtung Ulrichskirche" von Josef Fassl, DIE LINKE/Menschenrechte, Tier- und Naturschutz:

"Der Stadtrat möge beschließen: Es wird sichergestellt, dass im Bereich der ehemaligen Ulrichskirche keinerlei Grabungen zur Freilegung der Fundamente der Ulrichskirche erfolgen."

Der Unterstützerantrag wurde zu Beginn der Stadtratssitzung zurückgezogen, da wenige Tage zuvor ein ablehnender Bescheid der Deutschen Stiftung Denkmalschutz eingegangen war. Damit wurde auch der Antrag der LINKEN gegenstandslos. 

 
14.03.14

Die Magdeburger Volksstimme berichtet

 
14.03.14

Fenster in die Vergangenheit


Dr. Tobias Köppe, Vereinsvorsitzender:

„Eine Suchschachtung auf dem Ulrichplatz ist ein Blick in ein Stück tausendjährige Geschichte Magdeburgs. Wir wollen wissenschaftliche Erkenntnisse sammeln und wenn möglich einen kleinen Teil der Fundamente dauerhaft sichtbar machen. Wir wollen ein Fenster in die Vergangenheit schaffen, das uns zeigt, wo wir herkommen, was unsere Identität ausmacht. Vielleicht findet man ja auch einen unterirdischen Raum wie die Buttergasse, alles ist möglich.“

Bild-2014-03-14_2.JPG Dipl. Ing. Uwe Thal, 1. Stellvertretender Vorsitzender:

"Eine Stadt besteht aus Schichten. Jede Generation hat das Recht, eine neue hinzuzufügen. Das macht das Wertvolle unseres historischen Erbes aus und bedarf unserer Beachtung, wenn wir heute darüber sprechen, wie wir damit umgehen und dieses nach unseren heutigen Maßstäben neu- bzw. weitergestalten. Dabei darf es niemals um Beliebigkeit gehen, sondern immer um das Besondere. Die Frage der Sinnhaftigkeit gegenüber zeitgenössischer Architektur, die einen Nachhaltigkeitsanspruch gerechter zu vertreten meint, wird dabei ebenso eine Rolle spielen wie die Überlegung, ob trotz der inzwischen durchlebten Jahrzehnte überhaupt noch geschichtliche Kontinuität gewahrt bleiben kann. Ich gebe zu, wir sind uns dessen nicht sicher. Dennoch wollen wir es wagen, mit einer eher unscheinbaren Suchschachtung einen Beitrag zu leisten, um unser aller Geschichte zu beleben. Die Entscheidung darüber, wie wir mit den dann gewonnenen Ergebnissen umgehen, mag einer sich daran anschließenden Diskussion überlassen bleiben. Es wäre der erste kleine Schritt. Nicht für die Menschheit, sondern für uns!"

Jörg Schenke, 2. Stellvertretender Vorsitzender:

"Das was Magdeburg heute ist, resultiert auch daraus, dass es hier zu allen Zeiten wissenshungrige, neugierige Menschen gab und geben wird. Glücklicherweise setzt sich die menschliche Neugier durch. Und darum ist Magdeburg zur Stadt der Wissenschaft geworden, hat unsere Stadt das Hundertwasserhaus, ein historisches Schiffshebewerk oder eine Bastion Cleve. Ich bin sehr neugierig, was eine Suchschachtung an der Ulrichskirche zu Tage bringen wird."

 
14.03.14

Sonderausgabe Ulrichsbote zur Stadtratssitzung am 20.3.14

Wir freuen uns, die Sonderausgabe des Ulrichsboten zur Stadtratssitzung am 20.3.2014 präsentieren zu können. Zum Download als pdf clicken Sie bitte hier:

Download_Sonderausgabe_Ulrichsbote

 
13.03.14

Leserbriefdebatte in der Magdeburger Volksstimme

 
12.03.14

Leserbriefdebatte in der Magdeburger Volksstimme

Kommentar: Seit 2007 (nicht 2010) geistert die Ulrichskirche durch den Blätterwald. Bedauernswert sind nicht die Befürworter der Ulrichskirche, bedauernswert ist deren Sprengung und der Umstand, dass Magdeburg nach dem 2. Weltkrieg zum Teil der SBZ wurde und daher keinerlei Chance hatte, seine Altstadt zu retten und wiederherzustellen, wie beispielsweise Braunschweig oder Hildesheim es taten, um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen. 

 
08.03.14

7. Mitgliederversammlung des Kuratoriums Ulrichskirche e.V.

Impressionen von unserer 7. Mitgliederversammlung am 8. März 2014:

 
06.03.14

Leserbriefdebatte in der Magdeburger Volksstimme

 
04.03.14

Leserbriefdebatte in der Magdeburger Volksstimme

Kommentar: Die Bürger stimmten mehrheitlich gegen den Wiederaufbau der Ulrichskirche, sie stimmten nicht gegen eine archäologische Untersuchung der Unterkirche. Die Fundamente des Sudenburger Tors wurden ja auch untersucht und sichtbar gemacht, ohne dass das mittelalterliche Tor wiederaufgebaut wurde. 

 
04.03.14

Gründung des Fördervereins Magdeburger Dommuseum

Herr Burckhard Dienemann bat uns, folgenden Text für unsere Mitglieder und Interessierte zu veröffentlichen. Dem kommen wir gern nach:

"Sie werden gewiss die Diskussionen um die Magdeburger Domgrabungsfunde und die geplante Einrichtung eines Magdeburger Dommuseums im Gebäude der alten Staatsbank am Domplatz im vergangenen Jahr verfolgt haben. Zuletzt hat der Stadtrat der Landeshauptstadt Magdeburg beschlossen, ab 2014 ein Konzept zur Errichtung und Nutzung des Dommuseums erarbeiten zu lassen. Diesen Prozess wollen wir als historisch interessierte und engagierte Magdeburger begleiten, um eine dauerhafte Realisierung des Museums in Magdeburg zu ermöglichen. Wir begreifen die Magdeburger Dom- und Domplatzfunde als einen Teil der Geschichte des gesamten Magdeburger Domhügels und der europäischen Kulturgeschichte. Deshalb wollen wir uns dafür einsetzen, die kulturhistorisch bedeutenden Funde der Dom- und Domplatzgrabungen im neuen Magdeburger Dommuseum zu-sammenzuführen, der Öffentlichkeit dauerhaft vor Ort zugänglich zu machen sowie überregional für die gesamte Geschichte des Magdeburger Domhügels zu sensibilisie-ren und zu werben. Wir sind davon überzeugt, dass das Magdeburger Dommuseum die Museumslandschaft weit über die Stadtgrenzen hinaus bereichern und Magdeburg als europäische Kulturstadt mit einer reichen Geschichte stärken wird.  Für die Verwirklichung dieser Idee wollen wir uns einsetzen und laden Sie deshalb herzlich ein zur Gründungsversammlung des gemeinnützigen Fördervereins Magdeburger Dommuseum."

Ort: Remter des Doms zu Magdeburg, Am Dom 1 (Eingang über Kreuzgang von der Hegelstraße), Termin: 4. März 2014, Beginn: 18:30 Uhr, Ende: ca. 21:00 Uhr

 
27.02.14

Leserbriefdebatte in der Magdeburger Volksstimme

 
26.02.14

Bilder sagen mehr als Worte

Leserbriefdebatte in der Magdeburger Volksstimme:

Kommentar: Bilder sagen mehr als Worte! Ob Dresden, Braunschweig, Hildesheim, Potsdam, Hannover, u.v.m., alle bauen an ihrer Identität und Einzigartigkeit. Das Rad der Geschichte soll und kann nicht zurückgedreht werden. In vielen Städten Deutschlands wurden und werden gezielt Einzelbauwerke und umschriebene Stadtensembles wiederhergestellt und in den städtebaulichen Kontext eingefügt. Durch Bürger wie Herrn Schulze wird dies in Magdeburg leider unmöglich gemacht.

 
22.02.14

Frankfurt am Main baut sich eine Altstadt

Nach Abriss des technischen Rathauses im Zentrum von Frankfurt am Main wird in der alten Reichsstadt nun ein Teil der Altstadt wiederaufgebaut. Das Ensemble um den Krönungsweg (Weg vom Römer zum Dom) mit mehreren Straßenzügen und dem Hühnermarkt wird schon in Kürze etliche Touristen anziehen und der Altstadt zu mehr Flair verhelfen. An dieser bewundernswerten Entscheidung der Stadtväter Frankfurts sollte sich Magdeburg ein Vorbild nehmen!

Die Gegenüberstellungen der Vorkriegsaufnahmen und der Computeranimationen zeigen eindrucksvoll, wie nahe die Rekonstruktion am Original ist. Rund um den Bauplatz zeigen Bildtafeln eindrucksvoll, was hier passieren soll. 

 

Die Tiefbauarbeiten haben bereits begonnen. Die Archäologen untersuchen die alten Stadtstrukturen. Man kann sich freuen auf das, was hier geschaffen wird. 

 
18.02.14

Leserbriefdebatte in der Magdeburger Volksstimme

 
13.02.14

DIE LINKE torpediert Unterstützerantrag von CDU, Grünen und FDP durch Änderungsantrag

Am 24.10.2013 haben die Fraktionen von CDU/BfM, Bündnis 90/Die Grünen und die FDP unter der Antragsnummer A0129/13 den Antrag "Unterstützung Suchschachtung Ulrichskirche" mit folgendem Inhalt eingebracht:

"Der Stadtrat möge beschließen: Der Stadtrat der Landeshauptstadt Magdeburg unterstützt das Anliegen des Kuratoriums Ulrichskirche e.V., eine Suchschachtung zur teilweisen Freilegung der Fundamente und der Unterkirche der Ulrichskirche, inkl. Restaurierung/Konservierung der entsprechenden Funde, durchzuführen. Zur weiteren Beförderung des entsprechenden Fördermittelantrages bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz werden durch die Stadtratsvorsitzende und den Oberbürgermeister passende Unterstützungsschreiben verfasst und versendet."

Am 06.11.2013 hat DIE LINKE/TIERSCHUTZPARTEI vertreten durch Herrn Josef Fassl einen Änderungsantrag A0129/13/1 eingebracht, der den Unterstützerantrag in einen Ablehnerantrag umkehrt:

"Der Stadtrat möge beschließen: Es wird sichergestellt, dass im Bereich der ehemaligen Ulrichskirche keinerlei Grabungen zur Freilegung der Fundamente der Ulrichskirche erfolgen."

Der Kulturausschuss (Vorsitzende Karin Meinecke/DIE LINKE) hat den Ablehnerantrag am 22.1.14 befürwortet. Am 6.2.14 wurde die Niederschrift der Sitzung veröffentlicht.

Kommentar: Durch eine Initiative von Herrn Fassl und DER LINKEN ist im März 2011 vorerst der Wiederaufbau der Magdeburger Ulrichskirche gestoppt worden. Durch eine erneute Initiative von Herrn Fassl und DER LINKEN soll nun ebenfalls die wissenschaftliche Erschliessung des Kulturdenkmals "Unterkirche der Magdeburger Ulrichskirche" gestoppt werden. Es geht und ging Herrn Fassl und den Seinen also nicht nur darum, den Wiederaufbau der Ulrichskirche zu verhindern, das erklärte Ziel ist es, jegliche Untersuchung und Darstellung der Fundamente und damit die stadtgeschichtlich notwendige Erinnerung an den Bau aus ottonischer Zeit zu verbieten. In seiner Erläuterung des Änderungsantrags spricht er davon, dass durch die "Bebauung" die Grünfläche erheblich beeinträchtigt würde. Welche Bebauung? Fundamente liegen unterirdisch. Man kann nur hoffen, dass die Ratsmitglieder dieser verzerrten Darstellung keinen Glauben schenken.

 
13.02.14

Leserbriefdebatte in der Magdeburger Volksstimme

 
12.02.14

Leserbriefdebatte in der Magdeburger Volksstimme

 
10.02.14

Ulrichsbote 2/2014 erscheint

Der Ulrichskirchen-Newsletter des Vorstands und die Mitgliederzeitung "Der Ulrichsbote" werden zusammengeführt. Ab sofort heißt die offizielle Infoschrift des Kuratoriums Ulrichskirche e.V. "Der Ulrichsbote". Hierin berichtet der Vorstand über aktuelle Ereignisse, die Mitglieder können hierzu ebenfalls Beiträge zusteuern. Alle Mitglieder bekommen den "Ulrichsboten" per Email.

 
06.02.14

Städtereisen führen nur selten nach Magdeburg - Tourismusanalyse 2014 vorgestellt

Sachsen-Anhalt soll zum führenden Kulturreiseland in Deutschland werden, die Magdeburger Volksstimme berichtet:

Kommentar: Der Tourismus ist weltweit nach der Öl- und Automobilindustrie der drittwichtigste Wirtschaftszweig. Sachsen-Anhalt soll als das führende Kulturreiseland in Zukunft punkten. In die Landeshauptstadt Magdeburg kommen die Touristen zur Zeit nur selten. Mit der Teilfreilegung der Fundamente der Ulrichskirche und deren geschickter medialer Vermarktung könnten Kulturinteressierte angelockt werden. Schließlich handelt es sich bei der Unterkirche der Ulrichskirche um ein bedeutendes Kulturdenkmal. Die Reformationsbedeutung der Ulrichskirche kann als ein wichtiges Pfund eingesetzt werden. Wir möchten dazu beitragen, dass der "Masterplan Tourismus 2020 Sachsen-Anhalt" realsiert werden kann.

 
31.01.14

Zitat des Monats Januar 2014

"Oberbürgermeister Lutz Trümper hat sich schon wieder öffentlich gegen das Projekt ausgesprochen. Er war es auch, der dem visionären Vorhaben des Vereins, die Ulrichskirche im Stadtzentrum wieder zu errichten und eine neue geistige Mitte zu schaffen, ein vorläufiges Ende gesetzt hat. Mit dem erzwungenen verfrühten Bürgerentscheid hatte die tolle Initiative von unten keine reelle Chance, das geschichtlich sehr gut fundierte Projekt der Mehrheit der Magdeburger verständlich zu machen und konzeptionell finanziell vorzubereiten. Das darf nun beim jetzigen Vorschlag, wenigstens die Grundmauern der historischen Kirche freizulegen, nicht noch einmal geschehen." (Wilfried Köhler, Leiter der Stabstelle Demografische Entwicklung beim Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt)

 
31.01.14

Leserbriefdebatte in der Magdeburger Volksstimme

 
28.01.14

Stellungnahme des Kuratoriums zum Thema Suchschachtung und Fundamentfreilegung

"Die Suchschachtung wird und kann nur der erste Schritt sein, um dann die eigentlich geplante Freilegung und Konservierung von Teilbereichen der Unterkirche in die Wege zu leiten." Unser erster Stellvertretender Vorsitzender, Herr Uwe Thal, hat unsere Pläne in einem Schreiben vom August 2013 an ausgewählte Stadträte korrekt dargestellt. Wir möchten durch eine Suchschachtung an sorgfältig geplanten Stellen auf dem Ulrichplatz klären, welche Reste der Ulrichskirche noch unter der Erde sind. In unserem Anschreiben zum Antrag an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz haben wir vorgeschlagen, dass nach dem Ergebnis dieser Untersuchung entschieden werden soll, welche Teile für eine Freilegung und Konservierung in Frage kommen. Die archäologische Erschließung soll in erster Linie wissenschaftlichen Zwecken dienen. Gleichzeitig sollen die Untersuchungsergebnisse den Bürgern der Stadt zugänglich gemacht werden. Mit der Freilegung von Teilen unterirdischer Reste der Kirche möchte das Kuratorium bis zum bevorstehenden Reformationsjubiläum 2017 an historischer Stätte nicht nur dokumentieren, sondern vor allem wieder erlebbar machen. Gemeinsam möchten wir einen kulturell wertvollen Ort markieren, der im Kontext zu jener Architektur steht, die heute unser Stadtbild prägt.

Die Untere Denkmalschutzbehörde hat die Fundamente, Grundmauern, die Gruft und Bestattungsreste der 1956 gesprengten Ulrichskirche als Kulturdenkmal eingestuft. Wir meinen, es ist Grund genug, ein Kulturdenkmal zu untersuchen und sichtbar zu machen, wenn man sich für den Titel Kulturhauptstadt 2020 bewerben möchte und der Ulrichplatz hierbei eingebunden werden soll. Findet man durch die Suchschachtung interessante Befunde, etwa auch bauliche Reste, können diese wissenschaftlich bewertet werden. Evtl. wird dann das Kulturdenkmal Ulrichskirche als Baudenkmal eingestuft. Es besteht unserer Meinung nach ein wissenschaftliches und öffentliches Interesse daran zu erfahren, was sich unter dem zentralsten Platz der Stadt Magdeburg befindet, zumal hier noch keine wissenschaftlichen Untersuchungen vorgenommen wurden. Über die hellseherische Aussage des Oberbürgermeisters Dr. Lutz Trümper "Es ist alles bekannt, was dort unter der Erde liegt. Ich werde dem Antrag nicht zustimmen." wundern wir uns deshalb sehr. Als erster Bürger der Stadt müsste er doch eigentlich alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewerbung schaffen wollen.

Eine dauerhafte Freilegung und Konservierung von Teilbereichen der Unterkirche muss selbstverständlich die drei Auflagen erfüllen, die vom Beigeordneten für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr, Dr. Dieter Scheidemann in seiner Stellungnahme S0260/13 genannt wurden: 1. Vorlage einer Gestaltungskonzeption, 2. Abschluss einer Grabungsvereinbarung, 3. Sicherstellung von Erhaltung und Pflege. Bei Erfüllung aller Punkte wird eine denkmalrechtliche Genehmigung für eine Maßnahme, die Fundamentreste und Teile der Unterkirche wieder im Stadtbild sichtbar macht, in Aussicht gestellt. Eine Grabungsvereinbarung wurde von unserem Verein bereits erarbeitet, die Gestaltungskonzeption entwickeln wir gerade. Wir wissen, dass eine dauerhafte Freilegung und Konservierung Geld kostet und nur mit Hilfe von Fördermitteln finanziert werden kann. Gibt es keine Fördermittel, kann das Kuratorium die Dauerhaftigkeit auch nicht garantieren und sähe sich gezwungen, die freigelegten Stellen der Suchschachtungen wieder zuzuschütten, wie es Vorstandsmitglied Ellen Richter im Volksstimmeartikel vom 22.1.14 erläutert hat.

Selbstverständlich haben wir der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in unserem Antrag mitgeteilt, dass der Vereinszweck des Kuratoriums Ulrichskirche e.V. der Wiederaufbau der Ulrichskirche ist: „Nutzung des Objektes: Einbindung der Fundamente in einen Park – Zielvorstellung: Wiederaufbau als Citykirche.“ Wir werden diesen Antrag überarbeiten und die langfristige Zielvorstellung streichen, da wir die Fundamentuntersuchung als unabhängiges Nahziel ansehen. Wir akzeptieren den mehrheitlichen Willen der Bürger, die sich vor drei Jahren gegen einen Wiederaufbau der Ulrichskirche entschieden haben. Für die anderen Wähler führen wir unsere Vereinsarbeit enthusiastisch weiter. Bürgerwillen, Mehrheitsverhältnisse und politische Konstellationen können sich in einer Demokratie auch ändern.

Dr. Tobias Köppe, Vorsitzender Kuratorium Ulrichskirche e.V.

 
28.01.14

Die Magdeburger Volksstimme berichtet

 
28.01.14

Die Leipziger Volksszeitung berichtet über die Rekonstruktion des Innenraums der Paulinerkirche

Paulinum kommt endlich in Form/ Gerüste im Andachtsraum bereits gefallen: Nach Jahren des Bauverzugs, der Kostenexplosion und des Streits um die innere Gestaltung geht es jetzt beim Paulinum, dem neuen Aula-Kirche-Gebäude der Leipziger Uni am Campus Augustusplatz, auf die Zielgerade. Im Bereich des künftigen Andachtsraumes sind die Gerüste bereits gefallen, im April soll die gewaltige Deckenkonstruktion im gesamten Bauwerk fertig sein, dessen Einweihung für den 2. Dezember 2014 geplant ist. Blick frei nach oben: Dort, wo künftig der Andachtsraum im Paulinum eingerichtet und durch bewegliche, transparente Wände vom Aula-Bereich getrennt wird, ist das Kreuzgewölbe rund 17 Meter über dem Boden vollendet. Auch die Seitenwände sind großteils verschalt. An den Säulen, die später eine Lichtaura in verschiedenen Farben verbreiten sollen, fehlt aber noch die Verkleidung. "Wir haben hier ein Problem, die Muster für die Verglasung sind gerissen, wir müssen umdisponieren", schildert Petra Förster das Dilemma. "Konkret heißt das, die Säulen können wahrscheinlich erst nach der Installation des Fußbodens verglast werden", so die Chefin der hiesigen Niederlassung des sächsischen Staatsbetriebes für Immobilien- und Baumanagement (SIB), unter dessen Ägide der Paulinum-Bau läuft - in Abstimmung mit dem Architekten Erick van Egeraat, auf dessen Plänen das Großvorhaben basiert. Eigentlich sollte es schon vor rund vier Jahren seiner Bestimmung übergeben werden. Pleiten, Pech und Pannen sorgten aber fortwährend für Verzögerungen. "Es ist und bleibt ein Experimentalbau", sagt Förster, "hier ist nichts standardisiert und alles schwer berechenbar." Das schlägt sich in den Kosten nieder. Mit rund 115 Millionen Euro werden das bereits in Betrieb genommene neue Augusteum sowie das Paulinum, das seinen Platz an der Stelle der 1968 gesprengten Paulinerkirche hat, zu Buche schlagen. Zehn Millionen Euro davon entfallen auf den Innenausbau des Paulinums. Die gesamte Campus-Neubebauung wird sich auf zirka 250 Millionen Euro summieren, ursprünglich war von etwa 140 Millionen Euro ausgegangen worden. Um den avisierten Paulinum-Eröffungstermin - den Tag der Universität am 2. Dezember dieses Jahres - zu halten, sei noch ein Kraftakt nötig, betont Förster. "Es ist der erklärte Wille aller Beteiligten, das zu stemmen." Derzeit bevölkern etwa 60 Experten verschiedener Gewerke das im Innern wie eine gotische Kathedrale anmutende Paulinum. Die meisten sind Stuckateure der Firma Lindner, die jetzt das Deckengewölbe über dem künftigen Aula-Bereich in Form bringen. Bauleiter Torsten Horst ist zuversichtlich, dass seine Männer im April damit durch sind und dann die hoch aufragende Gerüstkonstruktion weg kann, um auch Platz für den Einbau der großen Orgel zu haben. Vorgefertigt sei diese bereits beim Dresdner Unternehmen Jemlich, erklärt SIB-Projektleiter Emmrich Seibel. Unklar ist, wann die kleinere und aus der Schweiz gelieferte Schwalbennest-Orgel in eine Wandnische des Altarraumes eingelassen wird. Im Laufe des Jahres soll das Paulinum schrittweise an die Uni zur weiteren Ausgestaltung übergeben werden. Trägerelemente, die nicht sichtbar sind, werden dann auch zahlreichen Epitaphien Halt geben, die einst aus der Paulinerkirche gerettet wurden. Die tonnenschweren Grabmale werden teils aufwendig restauriert. (Mario Beck)

Der künftige Andachtsraum des Paulinums auf dem Uni-Campus am Augustusplatz vermittelt schon einen grandiosen Eindruck. Vom Boden bis zur Decke sind es 17 Meter. Bei der Glasverkleidung der Lichtsäulen gibt es jetzt aber Probleme, die Muster sind bei der Fertigung gerissen. Während die Gerüste im Altarraum schon gefallen sind, ziehen sie sich im künftigen Aula-Bereich als Arbeitsplattform für Fachleute verschiedener Gewerke noch hin.  Rund 30 Stuckateure der Firma Lindner bringen derzeit jenen Teil des Kreuzrippen-Gewölbes in Form, der sich bis zur Orgelempore erstreckt (Fotos: André Kempner und Hendrik Schmidt)

 
23.01.14

Die Magdeburger Volksstimme berichtet

 
22.01.14

Stellungnahme des Landesamtes für Denkmalschutz

Herr Dr. Scheidemann hat in seiner offiziellen Stellungnahme eine denkmalrechtliche Genehmigung für eine Maßnahme, die Fundamentreste und Teile der Unterkirche wieder im Stadtbild sichtbar macht, in Aussicht stellt, wenn

• vor der Durchführung der Suchschachtung eine Gestaltungskonzeption zur Veranschaulichung der Gebäudereste der Ulrichskirche vorgelegt wird, die dem Gebot der Eingriffsminimierung hinsichtlich des Kulturdenkmals Ernst-Reuter-Allee, Park, Grünanlage mit Springbrunnen folgt. Die untere Denkmalschutzbehörde hält es für erforderlich, vor dem Beginn von konkreten Maßnahmen einen verbindlichen Planungsrahmen abzustecken. Dadurch soll vermieden werden, dass die Freilegung und Sichtbarmachung von Gebäudeteilen der zerstörten Ulrichskirche als erster Schritt einer folgenden Rekonstruktion der Ulrichskirche angesehen wird. Die Rekonstruktion der zerstörten Ulrichskirche stellt kein denkmalpflegerisches Ziel dar. Durch das eindeutige Bürgervotum aus dem Jahr 2011 kann hier auch kein den Denkmalschutz überwiegendes öffentliches Interesse anderer Art erkannt werden.

• die Maßnahme auf der Grundlage einer Grabungsvereinbarung mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Grabungsstützpunkt Heyrothsberge, erfolgt. Die Kosten für die bodendenkmalpflegerische Begleitung sind durch den Verursacher zu tragen.

• vor der Durchführung der Maßnahme die Frage der Erhaltung und Pflege der freigelegten Gebäudereste verbindlich geregelt ist.

Das Kuratorium Ulrichskirche e.V. arbeitet an der Erfüllung dieser Auflagen.

 
22.01.14

Die Magdeburger Volksstimme berichtet

 
18.01.14

12-18 Uhr: Teilnahme an der Meile der Demokratie in Magdeburg

Nach einem Jahr vieler Initiativen, für deren Organisation und das Engagement wir an dieser Stelle herzlich danken, warten nunmehr wieder neue Aufgaben auf uns. Am Samstag, den 18. Januar 2014 ist es nun wieder soweit: Auch in diesem Jahr wollen wir auf der Meile der Demokratie wieder Präsenz zeigen. Für die Standbetreuung sowie den Auf- und Abbau benötigen wir noch Unterstützung. Der Aufbau beginnt gegen 11.30 Uhr. Der offizielle Beginn ist um 12 Uhr - Ende ca. 18 Uhr. Um zahlreiche Meldungen wird gebeten, fünf Vereinsmitglieder haben sich schon bereit erklärt. Schon jetzt herzlichen Dank dafür!

   

 
16.01.14

Wir gratulieren Vorstandsmitglied Reiner Riegg zum 2. Platz bei der Wahl "Magdeburger des Jahres"

 
09.01.14

Leserbriefdebatte in der Magdeburger Volksstimme

 
09.01.14

Newsletter des Vorstands an alle Mitglieder

Alle Mitglieder des Vereins erhalten den Newsletter 1-2014 des Vorstands mit allen Informationen zur aktuellen Vereinsarbeit.

 
01.01.14

Ein frohes neues Jahr

Wir wünschen allen Freunden und Unterstützern der Magdeburger Ulrichskirche ein frohes und gesundes neues Jahr 2014.

 
31.12.13

Ins neue Jahr mit einem schönen Statement aus dem Elbkurier! Frohes Neues!

Wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch und ein frohes und gesundes neues Jahr 2014. Folgend ein schöner Artikel aus dem Elbkurier 4/2013 S. 10:

 
24.12.13

Frohe Weihnachten

Wir wünschen allen Freunden, Unterstützern und Sympathisanten der Magdeburger Ulrichskirche eine frohes, gesegnetes und friedliches Weihnachtsfest.

 

 
19.12.13

Lutherweg und Ulrichskirche

Aus der Presse hatten wir erfahren, dass der Oberbürgermeister der Stadt Magdeburg und seine Mitarbeiter vom Stadtrat beauftragt wurden zu prüfen, ob es möglich sei, die Stadt an den Lutherweg anzubinden. Da momentan die Feinplanungen zum Routenverlauf durchgeführt werden, erlaubten wir uns darauf hinzuweisen, dass auch der ehemalige Standort der Ulrichskirche auf dem Ulrichplatz bei einer solchen Planung zu berücksichtigen ist:

"Luther soll während seiner Zeit als Schüler in St. Augustini auch an Gottesdiensten in der Ulrichs-kirche teilgenommen haben. Im September 1524 wurde auf Luthers Rat hin sein engster Vertrauter aus Wittenberg, Nikolaus von Amsdorf, als Pfarrer an die Ulrichskirche berufen. Als Superintendent machte er Magdeburg zur ersten für die Reformation gewonnene Großstadt der Erde. Evangelische Streitschriften, die Luthers Lehre europaweit verbreiteten, wurden von den Lutheranern der ersten und zweiten Generation in der Ulrichskirche verfasst. Sie gaben der Kirche und der Stadt später den berühmten Beinamen „Unseres Herrgotts Kanzlei“. Des Weiteren wurde in den Mauern von St. Ulrich und Levin die erste protestantische Kirchengeschichte verfasst, die Magdeburger Centurien. Uns erscheint es unabdingbar, diese Fakten bei einer Lutherwegbewerbung als Qualifikationsmerkmale einzubringen. Gern sind wir bereit, Ihre Fragen diesbezüglich zu beantworten...Es wäre uns eine Ehre, dieses Vorhaben zu unterstützen zu dürfen."

Die Stadt hat in einem jetzt vorliegenden Antwortschreiben unseren Vorschlag sehr begrüßt. Unser Anliegen wurde an das Dezernat für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit und an Dr. Rüdiger Koch, Ansprechpartner für die Vorbereitung des Reformationsjubiläums 2017 weitergeleitet.

 
17.12.13

Leserbriefdebatte in der Magdeburger Volksstimme

 
03.12.13

Leserbriefdebatte in der Magdeburger Volksstimme

 
29.11.13

Leserbriefdebatte in der Magdeburger Volksstimme

 
29.11.13

Teilnahme am Adventsbasar

In der Walloner Kirche findet dieses Jahr auch wieder der beliebte ökumenische Advensbasar statt.

Freitag, d. 29.11. ab 12.00 bis 14.30 Uhr u. 14.30 bis 17.00 Uhr sowie
Samstag, d. 30.11. ab 11.30 bis 13.30 Uhr u. 13.30 bis 15.30 Uhr u. 15.30 Uhr

Mitglied Ulli Drews hat dem Basar eine ca. 4 Meter hohe Weihnachtstanne aus seinem Garten für die Advents- u. Weihnachtszeit einschließlich Transport gespendet. Die Hausmeister stellen die Tanne sowohl im Kirchenschiff und nach dem Basar im hohen Chor auf. Vielen Dank dafür! Auf Initiative der AG Mitgliederbetreuung unter Leitung von Wolf Mattstedt wurde organisiert, dass es auch wieder einen Stand unseres Kuratoriums auf dem Basar gibt. Er befindet sich direkt vor der Ulrichskirchen-Uhr und unserer neuen Ausstellung. An unserem Stand soll es an beiden Tagen u. a. Glühwein und Gebäck geben und natürlich werden unsere Bücher und Hefte sowie Postkarten zum Kauf angeboten werden.

 
24.11.13

Leserbriefdebatte in der Magdeburger Volksstimme

 
23.11.13

20 Jahre Werbeagentur Pegasus

Wir gratulieren der Werbeagentur Pegasus recht herzlich zu ihrem zwanzigjährigen Bestehen. Unsere Dank gilt allen Mitarbeitern für die tatkräftige Unterstützung von www.ulrichskirche.de. Besonders danken wir auch den Geschäftsführern Jörg Schenke und Jörg-Holger Fritz für ihre Hilfe. Weitere Infos zur Werbeagentur unter www.pegasus-newmedia.de/typo3/pw-home.html

 
21.11.13

Lutherweg auch nach Magdeburg?

Die Magdeburger Volksstimme berichtet:

Hinweis für den Oberbürgermeister und seine Mitarbeiter: Martin Luther ging während seiner Kindheit von 1497 bis 1498 als 14jähriger in Magdeburg in die Schule. Er war Augustinermönch und ist deshalb auch mit der Wallonerkirche Sankt Augustini eng verbunden. Luther soll während dieser Zeit auch an Gottesdiensten in der Ulrichskirche teilgenommen haben. Vom 24. bis 27. Juni 1524 weilte Luther auf Einladung des Rates in der Stadt und predigte u.a. am 26. Juni 1524 in der Johanniskirche, was den Rat am 17. Juli 1524 offiziell zur Annahme der evangelischen Lehre und Kirchenordnung bewegte. Im September 1524 wurde auf Luthers Rat hin sein engster Vertrauter aus Wittenberg, Nikolaus von Amsdorf, als Pfarrer an die Ulrichskirche berufen. Als Superintendent machte er Magdeburg zur ersten der Reformation gewonnenen Großstadt der Erde.

 
19.11.13

Leserbriefdebatte in der Magdeburger Volksstimme

 

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