Herzlich willkommen auf den Seiten des Kuratoriums Ulrichskirche e. V.!
Vielen Dank für Ihr Interesse am Projekt Wiederaufbau der Magdeburger Ulrichskirche. Ob pro oder kontra - Sie wollen sich informieren und darüber freuen wir uns sehr. Wir hoffen, diese Seiten werden Sie fesseln, überzeugen und inspirieren. Als Einstieg in das umfangreiche Thema empfehlen wir Ihnen, den Artikel "Dritte Auferstehung?" von Robert von Lucius zu lesen, erschienen am 24. August 2010 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er markiert kurz und bündig Anliegen und den aktuellen Stand unserer Arbeit:
"Magdeburg ist gespalten wie selten - eine Bürgergruppe betreibt den Wiederaufbau der Ulrichskirche, eine andere versucht das durch einen Bürgerentscheid zu verhindern. Der Stadtrat hat den Bauplatz für einen Wiederaufbau des für die Reformationsgeschichte zentralen Baus mehrheitlich - Widerstand kam vor allem aus der Linkspartei - für ein Jahrzehnt reserviert. Öffentliche Gelder soll es dafür nicht geben. Der notwendige Betrag muss also durch Spenden zusammen kommen. Die zweite Hürde für den nach der Dresdner Frauenkirche und der Potsdamer Garnisonkirche dritten spektakulären Wiederaufbau einer zerstörten Kirche wäre der Bürgerentscheid. Es ist aber fraglich, ob es dazu kommt. Bis zum 10. September müssen 10.000 Magdeburger innerhalb der Sechswochenfrist unterschrieben haben - zur Halbzeit zeichnet sich ab, dass das knapp verfehlt werden könnte. Die Befürworter des Wiederaufbaus hingegen stützen sich auf zwei Argumente - ein städtebauliches und ein historisches. Der Leiter des Stadtplanungsamtes sagt, der Ulrichplatz als zentraler Platz der Stadt sei doppelt so groß wie der Markusplatz in Venedig. Eine Stadt, deren Zentrum eine Liegewiese habe, habe ein städtebauliches Problem. Einst beherrschte neben dem Dom die Doppelturmkirche das Stadtbild. Die SED ließ die mehr als tausend Jahre alte ottonische Kirche 1956 sprengen, obwohl sie kaum zerstört war. Nachdem sich dagegen kaum Widerstand erhoben hatte, folgten sieben weitere Kirchensprengungen. Die Kirche habe, sagen Befürworter, eine "wahrhaft welthistorische Bedeutung". Als kaiserliche Truppen 1547 Wittenberg, das geistige Zentrum der lutherischen Reformation, besetzten, flohen Geistliche nach Magdeburg. Die Stadt galt damals als letzte Bastion ihres Glaubens. Die Ulrichskirche wurde Ausgangspunkt für reformatorische Streitschriften, die ganz Europa bewegten. So soll diese nach eine Einweihung, geplant am 500. Jahrestag der Reformation im Oktober 2017, eine Kirche ohne eigene Gemeinde werden - ein Dokumentationszentrum des Protestantismus."
Acht kriegsbeschädigte Kirchen ließ die SED-Führung in Magdeburg sprengen. Die älteste und bedeutendste von allen kann als einzige wiederhergestellt werden! Eine von acht, eine für alle! Helfen Sie mit bei der ersten Rekonstruktion einer romanisch-gotischen Kirche in Deutschland! Werden Sie Mitglied in unserem Förderverein! Spenden Sie! Nur so kann es gelingen! Vielen Dank!
Dr. Tobias Köppe
Vorsitzender des Kuratoriums Ulrichskirche e.V.
Die über 1000-jährige Kirche "Unseres Herrgotts Kanzlei"- Die Plattform der Bekennenden
stammt aus ottonischer Zeit. Streitschriften und Centurien. Kirche in der NS-Zeit.
Im 2. Weltkrieg brennt sie aus, Die Integration in den Neuauf- Die Sprengung der Türme '56
überragt das Trümmermeer. bau war zunächst vorgesehen. nach der Turmrede Ulbrichts.
Nach der Turmsprengung Das abgeräumte Stadtzentrum Tribünen anstelle der Kirche
blieb das Schiff trotzig stehen. in der DDR: Freiflächen, Leere. für den Aufmarsch der SED.
"Das ist einer Stadt bestens und allerreichest Gedeihen, Heil und Kraft, dass sie viel feiner, gelehrter, vernünftiger und wohlerzogener Bürger habe."
Martin Luther